Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus!
Sicher sind noch nicht alle Einrichtungsgegenstände fertig, wenn das Haus zusammen gebaut wird. Aber alle Wände sind tapeziert, Böden verlegt, Fundamente, Treppen und Dachteile bereit.
Ich habe mich dazu entschieden, bei kleinen und mittleren Läden alle Teile zu kleben, lediglich das Dach kann man noch abbauen.
Dies hat folgende Gründe:
- Teile, die geklebt wurden, halten einfach besser zusammen, es gibt kaum Lücken
- Die Wände sollen ja eh nicht mehr getauscht werden, sie passen ja farblich zu keinem anderen Haus.
- Das Dach hält besser, wenn die Wandteile nicht nachgeben können.
Vorgehen beim Zusammenbau:
- Fenster in Fensterrahmen einsetzen. Achtung: Anschlag beachten. Der Anschlag ist von außen betrachtet LINKS. Das Fenster selbst hat zwei Seiten. Die innere Seite hat im Fensterkreuz eine Prägung vom Plastikguss, außen ist sie schön glatt. Nun das Fenster so einsetzen, dass die kleinen Fensterteile oben, die großen unten sind. Das Fenster geht von innen gesehen beim Öffnen nach links zur Seite auf.
- Fenster in die Öffnungen der Wände einsetzen.
- Nun die Blendrahmen vorsichtig einsetzen und festklicken. Falls Steckzapfen beschädigt sind, ankleben.
- Wintergartenfenster in Rahmen einsetzen und falls gewünscht festkleben.
- Die Wandteile sind nun fertig zum Zusammenbau.
- Fundamentteile bei größeren Läden an den Verbindungssteckteilen zusammenkleben (UHU Alleskleber oder UHU hart). Dabei darf der Kleber nicht aus den Lücken quellen!
- Bodenverbinder trotzdem anbringen. Sie stabilisieren das Fundament enorm.
- Bodenleisten – falls vorhanden – einkleben.
- Alle Wandtteile zusammen bauen und das Wandgerüst einmal probeweise auf das Fundamentgerüst stellen und fest von oben aufdrücken. Kontrolle: Passen alle Teile lückenlos aufeinander? Falls nicht, muss am Fundament mit dem Messer oder einer Feile evtl. ein wenig von den Steckzapfen entfernt werden.
- Wandgerüst wieder abnehmen und zerlegen, Position der Teile nicht mehr verändern.
- Eckverbinder an die geschlossenen Wandteile kleben. Kleber vor allem in die Vertiefungen tropfen, wenig an den Seiten, damit nichts herausläuft.
- T-Verbinder mit Wandteilen recht und links verkleben.
- Nun alle Wandteile und – falls vorhanden – auch Twischenwand offen oder geschlossen zusammenkleben. Alle Wände sind nun verbunden.
- Nach kurzer Trocknungszeit das Wandgerüst probeweise wieder auf das Fundamentgerüst stellen und kontrollieren, ob es dadurch zu extremen Verschiebungen kommt. Falls nicht, Wandgerüst abnehmen und austrocknen lassen. Falls schon, Wandgerüst auf dem Fundament trocknen lassen und regelmäßig Teile aneinander drücken.
- Wandgerüst abnehmen und Fundamentränder mit Kleber bestreichen, Wandgerüst aufsetzen und gut trocknen lassen.
Fundament mit Wandgerüst von der Apotheke:

- Offene Geschoss-Böden und Treppenböden klebe ich aneinander, sie werden aber nicht mit dem Wandgerüst verklebt. Bei offenen Varianten (siehe Projekt 06, Juwelier) werden die Teile mit Plastikkleber (asu Plastikklebepistole) aneinander geklebt. Dies ermöglicht es, große Lücken mit Kleber zu schließen. Der Kleber kann anschließen noch bearbeitet, gefeilt oder abgeschnitten werden.
- Geschlossene Geschossböden und Treppenböden kann man entweder an das Wandgerüst kleben, die Verbindungsleiste einsetzen und danach den Boden fest verlegen oder versuchen, die Teile alle aneinander zu kleben. Zwischen Treppenboden und Nachbarboden ist das kein Problem. Problematisch wird es zwischen den beiden Böden mit der Verbindungsleiste. Die Verbindungsleiste muss bei Wandgerüsten mit Zwischenwand (offen oder geschlossen) ja noch in die Steckzapfen der darunter liegenden Wand einrasten können. Hier muss man einfach für sich entscheiden, welche Varinate man wählt.
- Treppen und Geländer einsetzen.
- Mit einem zweiten oder dritten Stock geht man ebenso vor, wobei ich die einzelnen Stockwerke nicht zusammenkleben würde, sondern nur die Wandgerüste. Das Haus lässt sich ja sonst kaum mehr verstauen.
- Jetzt fehlt noch das Dach. Am Dach der rosa Serie schieden sich die Geister… Manchmal geht es einwandfrei zum Zusammenbauen, manchmal lassen sich die Lücken zwischen den Teilen nicht vermeiden. Ich löse das Lücken-Problem, indem ich die Dachteile (meistens nur die seitlichen 3er Einheiten „Ecke, Gerade, Ecke“) seitlich mit dehnbarem, sehr elastischen Klebeband (es ist eigentlich zum Zusammenkleben von Tanzböden gedacht, gibt es bei Thomann) zusammenklebe. Das kann man rückgängig machen und es führt nicht zu einer ganz starren Dachkonstruktion, wie es mit Kleber der Fall wäre. Sicher geht hier auch jedes andere Klebeband wie Textilband oder ein dehnbares Kunststoffband.
- Wichtig beim Dach: Die Teile nach unten zum Wandgerüst schön fest andrücken!
An dieser Stelle sollte man die Dachtapete herstellen (siehe hierzu Kapitel „Tapeten und Bodenbeläge“).
- Dachplatte aufsetzen, Kamin drauf und nun noch Schneegitter und Dachzaun aufstecken (Dachzaun vorher fertig zusammenstecken).
- Gaubenteile mit Vorhängen versehen und in die Dachöffnungen einsetzen, Gaubendächer aufsetzen und Giebelspitzen einstecken.
- Treppe anbringen und Kellerfenster einsetzen
- Lampen, Laternen, Plakate, Schilder usw. anbringen
Jetzt ist es an der Zeit, sich mal vors Haus zu setzen und stolz das Werk zu begutachten!
Das Haus ist fertig und kann nun eingerichtet werden!